=  Thorn(Toruń) =
Eine erste Besiedelung der Gegend von Thorn wird von Archeologen auf das 11. Jahrhundert vor Christus datiert (Lustianische Kultur). Während des frühen Mittelalters, vom 7. bis ins 13. Jahrhundert, war es ther Platz einer slavischen Siedlung am Übergang im Fluss Vistula.
Im Frühling 1231 überquerte der Deutsche Orden den Fluss Vistula auf der Höhe von Nessau und errichtete dort eine Festung. Am 28. Dezember 1233 unterzeichnetend die Deutschen Ritter Hermann von Salza und Hermann Balk die Gründungsurkunde für Thorn und Chełmno. Das Orginaldokument ging 1244 verloren. Die Gesetzessammlung ist algemein als Kulm's Gesetz bekannt. In 1236 wurde die Stadt nach häufigen Überflutungen an den heutigen Ort der Altstadt verlegt. Im Jahr 1263 liesen sich Franziskaner Mönche in der Stadt nieder, Dominikaner follgten bald darauf. Im Jahr 1264 wurde die Neustadt gegründet vor allem um die wachsende Bevölkerung an Handwerkern und Kunstschaffenden unterzubringen. Im Jahr 1280 trat die Stadt (oder dazumal vielmehr beide Städte) der Hanse bei, was sie zu einem wichtigen Zentrum im mittelalterlichen Handel machte.
Der erste Frieden, der den Ploisch-Lettisch-Deutschen Krieg beendete wurde im Februar 1411 in der Stadt unterzeichnet. In 1440 trat der Adel von Thorn der Preussischen Konföderation bei und erhob sich in 1454 zusammen mit der Konföderation gegen den Kloster-Staat der Deutschen Ritter im 13 jährigen Krieg. Nach beinahe 200 Jahren vereinigten sich die Alt- und Neustadt in 1454. Die Polen zerstörten die Festung des Deutschen Ordens. Der dreizehn jährige Krieg endete mit dem zweiten Frieden von Thorn, in dem die Deutschen Ritter die westlichen Gebiete abtratten und so das Königreich Preussen entstand. Thorn wurde Teil des Polnischen Königreichs.
In 1557 während der Reformation nahm die Stadt den Protestantismus an, während der Grossteil der polnischen Städte römisch-katholisch blieb. Unter dem Bürgermeister Heinrich Stroband (1586-1609) wurde die Verwaltung zentralisiert. Das Verwaltungsrecht ging in die Hände des Stadtrats über. In 1595 kamen Jesuiten um die Gegenreformation voranzutreiben und bemächtigten sich der der St. Johann Kirche. Die Protestantischen Stadtbehörden versuchten die einwanderung von Katholiken zu unterbinden, da diese (Jesuiten und Dominikaner Mönche) bereits die meisten Kirchen kontrollierten, nur die St. Maria Kirche blieb den Protestanten vorbehalten.
In 1677 wurde der preusische Historiker und Dozent Christoph Hartknoch als Direktor des Gymnaiums Thron eingeladen, ein Amt das er bis zu seinem Tode 1687 ausübte. Hartknoch beschrieb die Geschichte Preussens insbesondere der Städte des Königreichs Preussens.
Während des Grossen Norischen Kriegs (1700-21) wurde die Widerherstellung von Augustus dem Starken als König von Polen in der Stadt durch den Vertrag von Thron (1709) durch Zar Peter des Grossen vorbereitet. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wuchsen die Spannungen zwischen Protestanten und Katholiken ähnlich wie im Jahrhundert davor im restlichen Europa. Im frühen 18. Jahrhundert war etwa die Hälfte, voralem die noble Oberschicht und die Mittelklasse Deutsch sprechende Protestanten, während die andere Hälfte Polisch sprechende Römisch Katoliken waren. Der protestantische Einfluss wurde zunehmend zurückgedrängt insbesonere nach dem Aufruhr von Thron in 1724.
[https://en.wikipedia.org/wiki/History_of_Toru%C5%84, 2016-05-10]