= Edinburgh =
Das Gebiet rund um das moderne Edinburgh war bereits seit Jahrtausenden besiedelt. Die Ursprünge für eine Siedlung lassen sich ins frühe Mittelalter zurückverfolgen, als eine Hügelburg errichtet wurde, wharscheinlich auf dem Burgfelsen. Vom 7 bis ins 10. Jahrhundert war es Teil des Anglischen Königreichs Nordumbrien und wurde später der königliche Sitz der Schottischen Könige. Die Stadt die sich neben dem Bollwerk entwickelte, entstand aufgrund einer königlichen Gründungsurkunde im frühen 12. Jahrhundert und wurde in der Mitte des 14. Jahrhunderts als Hauptstadt von Schottland beschrieben.
[c] Ursprünge [c]
die früheste menschliche Besiedlung in der Umgebung von Edinburgh ist in Cramond, wo Spuren einer Mittelsteinzeitlichen Stätte gefunden wurden, welche auf 8500 v.Chr. datiert wird.  Spätere Funde aus der Bronze und Eisenzeit wurden auf dem Schlossberg, Arthurs's Seat), Craiglockhart Hügel und den Pentland Hügeln gefunden. Die Kultur dieser frühen Besiedelung zeigt Ähnlichkeiten mit den Keltischen Kulturen des Eisenzeitalters wie es in Hallstatt und La Tene in Mitteleuropa gefunden werden kann. Als die Römer gegen Ende des 1. Jahrhunderts n.Chr. in die Lothianische Gegend kamen, fanden sie einen Keltischen Brythonischen Stamm, dem sie den Namen Votadini gaben. Die Römer errichteten eine Festung in Cramond, was dann später zu Edinburgh wuchs und verbanden dieses über die Römer Strasse Dere Strasse mit York.
Irgendwann vor dem 7. Jahrhundert erbauten die Gododdin, wahrscheinlich Abkömmlinge der Votadini, eine Hügelburg, bezeichnet als Din Eidyn oder Etin, vermutlich irgenwo auf dem heutigen Stadtgebiet von Edinburgh. Obwohl der genaue Ort der Hügelburg nicht bekannt ist, scheint es wahrscheinlich anzunehmen, dass sie für die dominierende Struktur den Schlossberg, Arthur's Seat oder den Calton Hügel wählten. Wärend der Zeit der Gododdin entstand auch Lothian mit Edinburgh als haupt Bollwerk. Um das Jahr 600 versammelte Mynyddog Mwynfawr, der Brytonische Herrscher des Köngreichs von Gododdin, nach Welscher Überlieverung, eine Streitmach in der Nähe von Edinburgh um sich den Germanischen Siedler im Süden entgegen zu stellen. Dieses Heer wurde von den Angelen ind der Schlacht von Catraeth (vermutlich Catterick) vernichtend geschlagen.
[c] Nord Umbrisches Edinburgh (7. bis 10. Jahrhundert) [c]
Die Angelen des Königreichts Bernicia hatten erheblichen Einfluss auf das Gebiet, das später Bernicia, Nordumbrien und Südost Schottland wurde, insbesondere nach 638 wenn das Gododdinische Bollwert von Truppen, die loyal zu König Oswald von Nordumbrien hielten, belagert wurde. Es ist nicht klar ob diese Schlag den Ausschlag gab, dass die Kontrolle über die Hügelburg Etin von den Brytonischen Kelten an die Nordumbrier überging, aber es ist jedenfalls der Zeitraum in der das Gebiet unter Nordumbrische Regentschaft kam. In den darauf folgenden Jahren erweiterten die Angelen ihren Einfluss nach Westen und Norden von Edinburgh, aber nach der Niederlage in der Schlacht von Nechtansmere in 685 war Edinburgh wahrscheinlich der nordwestlichste Punkt des Angelischen Königreichs. Owohl nicht ausschliesslich so behauptete sich Edinburgh während der nächsten 3 Jahrhunderte doch zunehmend als Grenz-Festungswerk. Während dieser Periode wurde Edinburgh zu einem Ort an dem der Nordumbrische Dialekt und Altenglisch gesprochen und sein Name erhielt den Altenglischen Anhang "-burh".
Obwohl es wenig niedergeschriebene Geschite des Nordumbrischen Edinburgh gibt, so erwähnt doch der Englische Geschichtsschreiber Symeon von Durham um ca. 1130, aufgrund von älteren Texten, eine Kirche in Edwinesburch um 854, welche dem Bischof von Lindisfarne unterstand. Aufgrund von dieser Überlieverung kann angenommen werden, dass es in der Mitte des 9. Jahrhunderts dort eine Siedlung gab. Es ist möglich dass diese Kirche der Vorläufer war für die spätere Kathedrale St. Giles oder die Kirche St. Cuthbert. Weiter ist überliefert, aber nicht gesichtert, dass St. Cuthbert seine Lehre Rund um den Schlossberg in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts predigte.
Die Entwicklung der Festung auf dem Schlossberg is ummantelt von Unsicherheiten. Es wird angenommen, dass die Festung von den Nordumbriern im 7. Jahrundert errichtet wurde, aber archeologische oder historische Zeugnisse sind dürftig, ausser Hinweise dass in Edinburgh gegen Ende der Nordumbrischen Phase (Mitte des 10. Jahrhunderts) zu einer Art Residenzstätte für den Adel geworden ist.
In der Mitte des 9. Jahrhunderts wurde das Danelag ("dänisches Recht") im Nachgang an die Wikingerüberfälle auf Britannien von York aus etabliert. Der nördliche Teil von Nordumbrien wurde vom Rest von England durch die Alt-Nordisch sprechenden Dänen abgetrett, was eine erhebliche Schwächung des verbleibenden Königreichs bedeutete. Während des 10. Jahrunderds kam der nördlichste Teil, der seinen Brytonischen Namen Lothian beibehalten hatte, in den Machtbereich des Königreichs von Schottland. Für das Jahr 934 berichten die Anallen von Clonmacnoise, dass der Englische König Æthelstan Schottland und Edinburgh verwüstete, jedoch gezwungen war ohne grossen Sieg abzuziehen. Im 11. Jahrhundert berichtet die Chronik der Könige von Alba, dass "oppidum Eden", gemeinhin mit Edinburgh identifiziert, "verlassen und den Schotten bis zum heutigen Tag überlassen wurde." Dies wird interpretiert als dass Lothian and den Schottischen König Indulf, der von 954 bis 962 regierte, abgetretten wurde. Danach verblieb Edinburgh im allgemeinen unter der Zuständigkeit der Schotten.
[c] Mittelalterliches Burgh (Stadt) (11. Jahrundert bis 1560) [c]
Im Jahr 973 gab der Englische König Edgar der Friedliche Lothian öffentlich and Kenneth II., König der Schotten, ab. Die Historikerin Marjorie Anderson sieht darin den Schlüssel zur Sicherung für die Schottische Herrschaft über Lothian. Bis ins frühe 11. Jahrhundert wurde der Schottische Anspruch über das Gebiet gesichter, als Malcom II. die Nordumbrische Gefahr mit dem Sieg in der Schlacht von Carham in 1018 beseitigte. Während Malcolm Canmore (Regentschaft von 1058 bis 1093) seinen Hof und Lebensmittelpunk in Dunfermline, nördlich des Forth, hatte, begann er mehr Zeit in Edinburgh zu verbringen, wo er für seine Frau Margaret eine Kapelle erichtete in der sie ihrer Andacht nachgehen konnte. Die Kapelle St.Margaret innerhalb von Edinburgh's Burg wird traditionell als ältestes bestehendes Gebäude angesehen, obwohl die meisten Gelehrten glauben, dass die heute bestehende Struktur am wahrscheinlichsten von Margaret's jüngstem Sohn David I. als Andenken an seine Mutter errichtet wurde.
Im 12. Jahrhundert (ca. um 1130) etablierte König David I. Edinburgh als eine der ersten Schottischen königlichen Städte, gesichtert durch die königliche Burg am Hang unterhalb des Schlossbergs. Händlern wurden Streifen von Land, "tofts" genannt, entlag beiden Seiten der langen Marktstrasse angewiesen, sofern sie innerhalb eines Jahres und einem Tag darauf ein Haus errichten. Jedes Toft ersteckte sich von der Strasse zu einem Umfassungsdamm und blidete somit einen eigenen Clos (Altfranzösisch), also einen umfassten Hof. Eine separate, angrenzende königliche Siedlung des Klosters von Holyrood entwickelte sich gegen Osten hin als Canongate.
Edinburgh war zwischen 1291 und 1314 und 1333 bis 1341, den Schottischen Unabhängkeitskriegen grösstenteils in Englischer Hand.
Nach Schottlands Verlust des wichtigsten Handelshaven Berwick durch Englische Besetzung in 1330, wurde der Grossteil des profitablen Exporthandels des Königreichs mit Häuten, Fellen und vor allem Wolle über Edinburgh und seinen Hafen Leith abgewickelt. In der Mitte des 14. Jahrhunderts während der Herrschaft David II. bezeichnet der französische Geschichtsschreiber Froissart die Stadt mit etwa 400 Haushalten als "das Paris Schottlands" (ca. 1365). Der Schottische König James II (1437-60) "wurde im Kloster Holyrood geboren, gekrönt, verheirated und begraben", und James III. (1451 - 88) beschreibt Edinburgh in einer seiner Urkunden als "haupt Stadt von unserem Königreich" (principalior burgus regni nostri). Zur Zeit von James V (1512 - 42) brachte Edinburgh manchmal so viel Steuereinahmen wie die nächsten drei grossen Städte zusammen; die Einkünfte von Gemeindesteuer aus Edinburgh betrog etwa ein fünftel oder ein viertel und an Zollsteuern die Hälfte oder mehr des Gesamten. Trotz einer Totalzerstörung durch den Hertford Überfall, wie von Zeitgenossen berichtet, erholte sich die Stadt langsam in Bezug auf bürgerliche Kaufleute und die Handwerker versorgten weiterhin die Bedürftnisse des königlichen Hofs und des Adels. Es gab Zünfte für Schuhster, Hutmacher, Weber und Schmiede, welche auch die Gerber beinhaltete, Kürscher, Fleischer, Küfer, Maurer, Walker, Schneider, Barbiere, Becker und Kerzenmacher. Nach dem erhöhen der Steuern siedelten einige dieser Handwerker im 16. und 17. Jahrhundert in die Vororte über ausserhalb der Stadtgrenzen um.
Im Jahr 1560, als die Gesamtbevölkerung von Schottland auf eine Million geschätzt wird, hatte Edinburgh eine Bevölkerung von 12'000 erreicht mit 4000 witerein in den umligenden Gemeinden Canongate und dem Hafen Leith. Eine Gemeindeerhebung in 1592 ergab 8003 Erwachsene gleichmässig verteilt nördlich und südlich der Hauptstrasse; 45% der angestellten waren Hausangestelte in den Haushalten der Obrigkeit und Kaufleuten oder in Stadtresidenzen der landbesitzenden Klasse. Trotz gelegentlichen Ausbrüchen der Pest mit hohen Todeszahlen, allen voran 1568, 1584-88 und 1645, wuchs die Bevölkerung kontinuierlich weiter.
[https://en.wikipedia.org/wiki/History_of_Edinburgh, 2016-05-11]