= Ladoga =
Dendrochronologische Untersuchungen legen nahe, das Ladoga um 753 gegründet wurde. Bis 950 war es einer der wichtigsten Handelshäfen im Osten von Europa. Handelsschiffe segelten von der Ostsee über Ladoga und Nowgorod weiter nach Konstantinopel oder ins Kaspische Meer. Diese Route ist bekannt als Handelsroute von den Varanginier zu den Griechen. Eine alternative war flussab über die Wolga entland der Wolga Handelsroute zur Khazar der Hauptstat von Atil und dann weiter zum Südufer des Kaspischen Meers und bis nach Bagdad. Tellingly, die älteste Arabische Münze aus dem Mittelalter in Europa wurde in Ladoga gefunden.
Die ursprünglichen Einwohner waren Nordmänner, Finnen und Slaven. Der ursprünglich Finnische name, Alode-joki (Flachlandfluss) wurde im Nordischen zu "Aldeigja" verkürzt und zu "Ladoga" im alten Ostslavisch.
Der Hypatiuschronik zufolge kam der legendäre Varangian Führer Rurik um 862 nach Ladoga und machte es zu seiner Hauptstadt. Ruriks Nachfolger zogen dann später nach Nowgorod und dann nach Kiev um und legten so den Grundstein für den mächtigen Staat des Kiever Russ. Es gibt mehrere grosse Grabhügel (Kurgan) oder königliche Bestattungshügel im Aussenbezirk von Ladoga. Eines davon soll Ruriks Grab und ein anderes das seines Nachfolgers Oleg sein. Die Heimskringla und andere Nordische Quellen berichten dass Eric Haakonsson von Norwegen in den späten 990-ern die Küste plünderte und die Stadt in Brand steckte. Ladoga war das wichtigste Handelszentrum in Osteuropa von etwa 800 - 900 und dass etwa 90 - 95% aller in Schweden gefundenen Dirham (arabische Münze) ihren Fundort via Ladoga erreichten.
Ladoga's nächste Erwähnung in der Geschichtsschreibung ist im Jahr 1019, als Ingigerd von Schede Yaroslav von Nowgorod heiratete. Im Heiratsvertrag ist als Vergütung festgelegt, dass Yaroslav Ladoga an seine Frau abtritt, welche den Cousin ihres Vaters, den Schedischen Fürst Ragnvald Ulffsson  mit der Herrschaft über die Stadt betraute. Diese Information wird von Sagen und archeologischen Funden untermauert, die darauf hindeuten dass sich Ladoga allmällich in eine reine Varangainische Siedlung entwickelte. Mindestens zwei schwedische Könige, Stenkil und Inge I. und möglicherweise Anund Gårdske, verbrachten ihre Jugend in Ladoga.
Im 12. und 13. Jahrhundert war Ladogna ein Handels Aussenposten der mächtigen Republik von Nowgorod. Später nahm die Wichtigkeit des Handels ab und ein Grossteil der Bevölkerung beschäftigte sich im 15. Jahrundert mit Fischerei. Nachdem im 14. Jahrhundert neue Festungen, wie Oreshek und Korela, im Westen von Ladoga gebaut wurde, sank auch die militärische Bedeutung. Ladoga gehörte zur Vodskaya pyatina der Republik und zählte im 15. Jahrundert 84 Bauernhöfe; das meiste Land gehörte der Kirche. Die Nowgorodier bauten eine Zitadelle mit fünf Türmen und mehrere Kirchen.
[https://en.wikipedia.org/wiki/Staraya_Ladoga, 2016-05-12]