= Riga =
Der Fluss Düna (lettish Daugava) war seit dem Alterum eine wichtige Handelsroute als Teil der Wickinger Dvina-Dnieper Route nach Byzanz. Ein geschützter natürlicher Hafen 15 km flussauf von der Mündung der Düna - die heutige Lage von Riga - ist set dem 2. Jahrhundert als Duna Urbs belegt. Es wurde von den Liven einem alten Finischen Stamm besiedelt.
Riga begann seine Entwicklung als Zentrum für Wickinger Handel im Frühmittelalter. Die Bewohner von Riga beschäftigten sich hauptsächlich mit Fischen, Viehzucht und Handel und später dann hardwerkliche Erzeignisse aus Knocken, Holz, Bernstein und Eisen.
Die Lettiche Heinrich Chronik bescheinigt Riga eine lange Handelstradition im 12. Jahrhundert und erwähnt es als 'purtus antiquus'  (alter Haven) und beschreibt Wohnniederlassungen und Lagerstätten die benutz wurden um hauptsächlich Getreide, Leinen und Häute zu lagern. Deutsch Händer begannen Riga zu besuchen und gründeten in 1158 in der Nähe eine Niederlassung.
Zusammen mit den Deutschen Händlern kam auch der Mönch Meinhard von Segeberg um die Livischen Haiden zum christentum zu bekehren. Katholizismus und Orthodoxes Christentum kam bereits ein Jahrhundert vorher nach  Livland und viele Letten waren getauft. Meinhard lies sich unter den Einheimischen nider und errichtete eine Festung und Kirche in Ikšķile flussauf von Riga und gründete dort einen Bishofssitz. Aber die Letten praktizierten weiterhin ihre heidnischen Bräuche und Meinhard starb 1196 in Ikšķile ohne seine Aufgabe erfüllt zu haben. In 1198 Bischof Berthold kam mit einem Battalion Kreuzrittern und begann eine Kampagne der erzwungenen Christianisierung. Berthold wurde kurz darauf getötet und seine Truppen besiegt.
Die Kirche rüstete zu einem Rachefeldzug. Papst Innozenz III erliess eine Bull um einen Kreuzzug gegen die Letten zu eröffnen. Bishof Albert wurde von seinem Onkel Hartwig von Uthlede, Prinz-Erzbischof von Bremen und Hamburg in 1199 zum Bishof von  Livland erklärt. Albert ging in 1200 in Riga mit 23 Schiffen und 500 westfälischen Kreuzrittern an Land. In 1201 verlegte er den Lettischen Bischofssitz von Ikšķile nach Riga, nachdem er dem Altenrat von Riga die Erlaubnis mit Gewalt abgerungen hat.
[c] Unter Bishof Albert [c]
Das Jahr 1201 war gekennzeichnet durch die Ankunft der ersten Deutschen Händler in Nowgorod über die Dvina. Um das Gebiet und den Handel zu verteidigen gründete Albert den Schwerterbrüderorden in 1202, der allen Adligen und Händlern offen stand. Die Christianisierung der Liven dauerte an. In 1207 begann Albert die Stadt zu befestigen. Kaiser Philipp setzte Albert als Lehen für Livland als Füstentum des Heiligen Römischen Reiches ein. Um eine andauerde militärische Präsenz zu gewährleisten wurde die Gebietshoheit zwischen der Kirche und dem Orden aufgeteilt: Die Kirche nahm Riga und zwei Drittel des eroberten Landes und erlaubte dem Orden den anderen Drittel. Bis dahin war es für Kreuzfahrer üblich, ein Jahr zu dienen und dann nach Hause zurückzugekhren.
Albert sichter Riga's Zukunft in Belangen Handel indem er eine päpstliche Bulle erhielt die verfügt, dass alle Deutschen Händler ihre Geschäfte in der Ostsee über Riga abwickeln mussten. In 1211 prägte Riga seine ersten Münzen und Albert legte den Grundstein für den Dom von Riga. Riga war jedoch noch nicht sicher, wie eine Allianz von Stämmen, welche vergeblich versuchten die Stadt zu erobern, zeigte. In 1212 führte Albert eine Kampagne um Polazk zu zwingen Deutschen Händlern gebührenfreie Flusspassage zu gewähren. Polazk überliss Albert Koknese und Jersika und markirte gleichzeitig das Ende der Livländischen Tributspflicht an Polazk.
Riga's kaufmännische Bürgerschaft störte sich und suchte mehr Freiheiten von der Kirche. In 1221 erlangten sie das Recht Riga selbst und unabhängig zu verwalten und erliessen eine erste Stadt Verfassund.
Im selben Jahr muste Albert den Dänischen Anspruch über eroberte Länderreien in Estland und Livland anerkennen. Albert hatte die Hilfe von König Valdemar von Dänemark gesucht, um Riga und das livländische Gebiet gegen Livische Aufstände zu schützen, wenn Verstärkung Riga nicht rechtzeitig erreichen konnte. Die Dänen landet in Livland und errichteten eine Festung in Reval (Tallinn) und begannen von dort aus Estland und das livländische Gebiet zu erobern. Die Deutschen versuchten Valdemar zu ermoden, scheiterten jedoch. Albert konnte ein Jahr später einen vergleich aushandeln aber bereits im Folgejahr 1222 gab Valdemar alle livländischen Gebite und Besitztümer an Albert zurück.
Albert's Schwierigkeiten mit der Bürgerschaft von Riga hielt an; durch päpstliche Intervention konnte eine Einigung in 1225 erreicht werden in der die Bürger keine Steuern mehr an den Bischof von Riga entrichten mussten und die Bürger von Riga das Recht erhielten selbst Richter und Stadtverwaltung zu bestimmen. In 1226 weihte Albert die Dom Kathedrale, errichte die St. Jakobs Kirche (heute Kathedrale) und gründete eine Pfarrschule bei der Kirche St. Georg.
In 1227 eroberte Albert Oesel und die Stadt Riga besiegelte einen Vertrag mit dem Fürstentum Smolensk, welcher Polazk Riga zusprach.
Albert starb im Januar 1229. Seine Hoffnung zum Erzbischof ernannt zu werden erfüllte sich nicht aber die Deutsche Vormachststelleung im Baltikum, welche er etablierte, sollte 7 Jahrhunderte überdauern.
[c] Die Hanse [c]
Im Jahr 1282 wurde Riga Mitglied in der Hanse. Die Hanse war massgebend für den wirtschaftlichen Erfolg und die politische Stabilität Rigas verantwortlich; dadurch gab sie der Stadt eine starke Basis welche die politischen Kriesen der kommenden Jahre widerstand bis heute.
[https://en.wikipedia.org/wiki/Riga#History, 2016-05-09]